Archiv für den Monat: April 2018

29. Mail 2018

Die traditionellen Erster-Mai-Gewaltexzesse der linke Szene im Hamburger Schanzenviertel werden dieses Jahr etwas kleiner ausfallen. Schlechte Presse und leicht aus dem Ruder gelaufene Proteste beim vergangenen G20-Gipfel in Hamburg haben Unterstützung und Zuspruch gekostet. Eine Wiederbelebung der unterhaltsamen Eskalation wird durch platzierte Werbung und familienfreundliche Angebote unterstützt.

FreitagsBrief 15/2018

Den Lebensabend in Armut zu verbringen, davor haben viele Menschen Angst. Auch bei Queen Elizabeth ll sind diese Befürchtung offensichtlich begründet, denn wie soll man erklären, dass die alte Dame an ihrem 92. Geburtstag immer noch eine Vollzeitstelle bekleidet.

Von einer brüchigen Erwerbsbiographie ist nichts bekannt, was das Einkommen im Alter erheblich beeinflussen würde. Bei ihrem gesundheitlichen Zustand ist nicht damit zu rechnen, dass Prinz Charles jemals eine Chance hat, seine Mutter zu beerben. Und auch bei ihren Enkelkindern schwindet zunehmend die Hoffnung, Oma´s Platz am Küchentisch zu übernehmen. Die dritte Generation, die den „Act of Settlement“ aufrecht erhalten soll, wurde vorausschauend und aus Angst, dass Oma die Erben überleben könnte, dieser Tage um ein weiteres Mitglied erweitert.

 

Die Thronfolge in der SPD war da einfacher, da schon weit im Voraus im Parteivorstand und im „kleinen Kreis“ frühzeitig abgesprochen.
Um sicher zu sein, dass es auch Andrea-„Bätschi“-Nahles wird, erfuhr der Interessierte von der Gegenkandidatin Simone Lange auch auf der SPD-Internet-Seite erstmal gar nichts. Nur Nahles tauchte dort groß auf. Auf eine Vorstellung der Gegenkandidatin wurde weiträumig verzichten, die Basis stört bei der Erneuerung noch nur.
Oder um es mit der frisch gewählten Vorsitzenden zu sagen: „Ich mach mir die Welt, wide wide sie mir gefällt.“

 

Die fortschreitende Feminisierung oder Verweiblichung der Führungsetage entwickelt sich zunehmend zu einem Problem in einem Land, in dem wir gut und gerne leben.
Wir haben immer mehr Jungen und Mädchen, die die ganzen ersten Lebensjahrzehnte kaum mit Männern zu tun haben. Diese Kinder verbringen zu viele Jahre mit weiblichen Bezugspersonen, angefangen mit alleinerziehenden Müttern, den überforderten Kindergärtnerinnen, den Grundschullehrerinnen und den weiblichen Lehrkräften in den weiterführenden Schulen.
Das ist für die nachrückende Generation ausnehmend unglücklich, denn sie lernt damit keine männlichen Verhaltensmuster kennen. Das Kennenlernen dieser Verhaltensmuster ist aber notwendig, um sich daran zu messen und zu reiben, konstruktiv damit umzugehen und mittelfristig Führungspersonal nicht ständig aus der femininen Gesellschaft zu rekrutieren.

 

Die Stimmung ist ausgezeichnet. Es scheint, als ob die Bäume in den Himmel wachsen.
Keine Panik mehr, sondern Feierstimmung all überall!
Das Wachstum liegt auf Rekordniveau, die Steuereinnahmen sprudeln und in vielen Branchen gibt es bereits Produktionsengpässe.
Doch aus der Ferne klingen schon die ersten warnenden Stimmen: Experten fürchten zunehmend, dass der Konjunkturmotor ins Stocken geraten könnte. Denn auf jeden Boom folgt unweigerlich irgendwann der Abschwung. Wachstum sei „kein Selbstläufer“, mahnt Dieter Kempf, der Präsident des BDI. Man solle sich „von der weiterhin guten deutschen Wirtschaftsleistung nicht blenden zu lassen.“
Diese Stimme vernahm auch unsere Flinten-Uschi und damit der Wirtschafts-Kreislauf von Kriegsflüchtigen als Humankapital in unsere Richtung und Kriegsmaterial als Exportware in die andere Richtung nicht abreißt, plant das Kriegsministerium unterstützende Maßnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro.

 

Das US-Verteidigungsministerium verfügt in diesem Jahr über ein Budget von 700 Milliarden Dollar. Und auch dort gibt es Investitions- und Verbesserungsbedarf.
Drohnen und ferngelenkte Raketen „mit chirurgischer Präzision“ verfehlen mit zunehmender Taktung das anvisierte Ziel.
Der Tomahawk-Lenkflugkörper beispielsweise, steuert mithilfe von GPS-Navigationssatelliten seinen Bestimmungsort an.
Selbst bewegliche Ziele können von den neusten Tomahawk-Varianten angegriffen werden.
Damit die Waffe schwer zu entdecken und zu bekämpfen ist, erfolgt der Anflug in sehr geringer Höhe von teilweise nur 15 bis 100 Metern und mit hoher Geschwindigkeit.
Und genau da liegt das Problem. Was einerseits zum Vorteil gereicht, ist auf der anderen Seite ein echtes Hindernis: spontane Straßensperren wegen Hochzeiten oder Festtagsumzügen, Umgestaltung der Innenstadt zur Steigerung der Kaufkraft, Stauumfahrung, Krötenwanderung … ständig muss sich auf neue Unwägbarkeiten im Zielgebiet eingerichtet werden. Ohne einen zuverlässigen Partner in der Navigation ist ein erfolgreicher Betrieb der Präzisionswaffen nicht vorstellbar.
Das hat auch das Pentagon erkannt.

 

In Syrien sind etwas mehr als 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. In Brüssel fand diese Woche die Geberkonferenz für die Region statt. Dort berieten etwa 80 Länder und Institutionen über weitere Unterstützung und Zukunftsperspektiven in der Region. Ein Länderfinanzausgleich, sozusagen. Das Geld wird gut angelegt und ein hoher finanzieller Rückfluß mit entsprechender Rendite erwartet. Schließlich brauchen die Parteien vor Ort zur fortgesetzten Kriegsführung weiter Waffen und Munition.

 

Ab ersten Juni werden in allen Behörden Bayerns wieder Zeichen der „Bekenntnis zur Identität“ und der „kulturellen Prägung“  hängen. Da das Abendland ursprünglich sehr den ethnischen Religionen zugetan war bleibt bis zum Schluss offen, ob zukünftig die Eingangshallen der Ämter Schrumpfköpfe schmücken, Feuertänze aufgeführt werden oder Sitzungen in Yoruba-Tradition Einzug halten.
Es bleibt spannend.

 

In Deutschland können durch das „Psychisch-Kranken-Gesetz“ Menschen psychiatrisch untergebracht und versorgt werden, wenn diese sich oder andere unmittelbar gefährden und dabei die Folgen ihres Handelns aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht absehen können.
In dem Bundesland, das sich durch das symbolische Zurschaustellung der christlichen Werte in Amtsstuben in besonderer Weise hervortut, soll zukünftig dieses PsychKG eine neue Fassung erhalten und es einfacher machen, Menschen der Zwangsunterbringung zuzuführen.
Mit zunehmender Zahl der Erkrankten werden denn auch die Psychiatrien ein lohnendes Opfer für private Investoren. Seit der Umwandlung der Isar-Amper-Klinik in Oberbayern in ein halbprivates Unternehmen beispielsweise, erwirtschaftet die Klinik einen stolzen Gewinn.
Zwangseinweisungen stiegen von 6000 Menschen in 2012 auf 13.000 in 2017 – pro Jahr, versteht sich. Die Kosten pro Person und Jahr: etwa 100.000 Euro. Wir dürfen hier gewiß von einer bayrischen Erfolgsstory sprechen.

 

Und so entlasse ich die Gemeinde in ein hoffentlich langes Wochenende, dem Brückentag sei Dank. Schönen Feiertag und guten Rutsch – in den Mai.

Marcus

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